Billy Harper (* 17. Januar 1943 in Houston/Texas) ist ein US-amerikanischer Jazz-Saxophonist.
Harpers Kindheit war geprägt durch das Leben in der
African Methodist Episcopal Church und ihre Musik. Im Alter von vierzehn Jahren als Schüler der
Evan E. Worthing High School gründete er sein erstes Jazzquintett. Er studierte Jazz an der
North Texas State University und ging nach dem Abschluss 1966 nach New York City. Dort erregte er bald die Aufmerksamkeit von Jazzgrößen wie
Max Roach,
Thad Jones,
Mel Lewis und
Lee Morgan.
Gil Evans engagierte ihn für seine Bigband, in der er u.a. an Evans´ Album
Svengali mitwirkte;
Art Blakey gewann ihn als Mitglied der von ihm geleiteten
Jazz Messengers.
Mit diesen Bands und seinem eigenen Quintett mit Tenorsaxophon, Trompete und Rhythmusgruppe, mit dem er Musik in der Tradition von
John Coltrane spielte, reiste er durch die Vereinigten Staaten, Europa, Japan und Afrika. Den großen internationalen Durchbruch brachte 1976 das Album
Black Saint, es wurde von der
Modern Jazz League of Tokyo als
Jazz Record of the Year - Voice Grand Prix ausgezeichnet.
Harper tritt weiterhin international auf: auf der
Jazz Jamboree in Warschau lernte ihn der junge polnische Trompeter Pjotr Wojtasik kennen, der später Mitglied seiner Band wurde. 2000 gab er ein Konzert in Gewandhaus in Leipzig. Daneben unterrichtet Harper an mehreren High Schools Improvisation und lehrt am
Livingston College und der
Rutgers University.